Presse2016-11-16T16:18:13+02:00

Landwirtschaftliche Betriebe, Landgasthöfe und Dorfläden warten mit buntem Programm auf

In den nächsten Wochen dreht sich beim „Regionalen Geschmacksfestival Kinzigtal & Spessart“ wieder alles um regionale Produkte. Und das bereits zum zehnten Mal. Vom 27. September bis 13. Oktober warten landwirtschaftliche Betriebe, Landgasthöfe und Dorfläden der Region mit einem abwechslungsreichen Herbstprogramm auf, das zum Schlemmen und Feiern einlädt, aber auch viel Wissenswertes über die Erzeugung und Verarbeitung regionaler Produkte bereithält.

Die Veranstalter des Festivals – der Main-Kinzig-Kreis, der Verband Spessart regional und der Kreisbauernverband Main-Kinzig – läuteten im MKK-Lädchen im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen die bevorstehenden Genusswochen ein. „Das Regionale Geschmacksfestival geht mit dieser Herbstausgabe bereits in seine zehnte Runde“, freut sich die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, „dank eines gut funktionierenden Netzwerkes der heimischen Landwirtschaft, Gastronomie und der Dorfläden.“ Und das spiegelt auch das Programm wider. Es spannt den Bogen von der Erzeugung über die Verarbeitung regionaler Produkte bis hin zu ihrem Genuss. So lädt ein herbstlicher Feldrundgang dazu ein, mehr über das Säen und Ernten zu erfahren, und eine Führung durch eine heimische Brauerei gewährt Einblicke in Sudhaus und Gärkeller. Verschiedene Hoffeste bieten regionale Köstlichkeiten und Unterhaltung für die ganze Familie, und in regionalen Läden darf gekostet werden, wie gut das heimische Produktsortiment schmeckt. Genüsslich schlemmen lässt es sich auch in zahlreichen Landgasthöfen, die mit besonderen Spessart-Leckereien den Herbst auf den Tisch zaubern. „Wir wollen mit dem Festival die Vielfalt regionaler Erzeugnisse zeigen und Lust auf ihren Genuss machen“, erklärt Mark Trageser, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Main-Kinzig.

Das wird mit der „Küchenschlacht Regional!“ deutlich, die den Auftakt zum Festival bildet. Am Freitag, 27. September, treten ab 18 Uhr drei Kochteams im Spessart-Forum in Bad Soden vor Publikum gegeneinander an, um aus einem Warenkorb regionaler Zutaten ein Zwei-Gänge-Menü zu kreieren. „Passend zur Herbstzeit steht Spessartwild auf der Karte, dazu Linsen, Bohnen und Erbsen“, weiß Thomas Dickert, Geschäftsführer von Spessart regional und einer der teilnehmenden Hobbyköche. Und wie immer beschert der Abend nicht nur besondere Gaumenfreuden, sondern auch viele Informationen rund um die Erzeugnisse.

Das gesamte Programm ist unter www.geschmacksfestival.de im Internet zu finden.

Werben gemeinsam für das Regionale Geschmacksfestival (von links): Tanja Stoll vom MKK-Lädchen, Thomas Dickert (Spessart regional), Mark Trageser, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, und Anette Lindenberg (Spessart regional). FOTO: RE

 Gelnhäuser Neue Zeitung

Sehr geehrte Frau Müller,
für Ihre Bereitschaft, Ihren Betrieb mit Ihrem Barbarossa-Käse, dem Kräutertopfen und Joghurts am Abend der Hessischen Agrarwirtschaft zu präsentieren, danken wir Ihnen noch einmal sehr herzlich. Ihre Produkte sind bei den Gästen sehr gut angekommen. Besonders der Barbarossakäse, den viele Gäste noch nicht kannten, wurde mehrfach gelobt! Auf diesem Weg haben Sie dazu beigetragen, den Abend gelungen „abzurunden“, sowie Werbung für Ihren Hof und für die Hessische Milch- und Käsestraße zu machen.
Mit freundlichen Grüßen,
Landesvereinigung Milch Hessen e.V.
Im Auftrag
Ulrike Müller
Team Ernährung / Öffentlichkeitsarbeit
stellv. Geschäftsführerin

Regionales Geschmacksfestival Kinzigal & Spessart

27. September bis 13. Oktober 2019

Es ist wieder soweit! Landwirte, handwerkliche Verarbeiter, Köche und Dorfläden laden zum Regionalen Geschmacksfestival Kinzigtal & Spessart ein. Erfahren Sie in den nächsten Wochen mehr über die Herkunft und Erzeugung regionaler Produkte und genießen Sie den Frühling mit Spezialitäten aus der Region. Ein abwechslungsreiches Programm mit regionalen Gerichten aus den Küchen der Landgasthöfe, Verkostungen sowie Hofführungen und Festen erwartet Sie! Nähere Informationen finden Sie unter www.geschmacksfestival.de.

Das Geschmacksfestival ist eine gemeinsame Initiative des Main-Kinzig-Kreises, SPESSARTregional und des Kreisbauernverbandes Main-Kinzig.

Milchprodukte im Fokus bei Manufactum brot&butter

brot&butter und beste Milch – ein einfach gutes Trio. Am Samstag, den 1.6.2018 feiern Milch-Direktvermarkter des BMV und die Manufactum brot&butter Filialen in Deutschland Qualität und Geschmack mit einer bundesweiten Verkostungsaktion. Während die engagierten Landwirte zum Besrch über Regionalität und Direktvermarktung laden, setzt brot&butter mit einem abgestimmten gastronomischen Angebot zusätzliche Akzente rund um das Ur-Lebensmittel Milch.

Zum 6. Mal in Folge findet die gemeinsame Aktion statt. Teilnehmende Filialen sind München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Waltrop und Bremen. Besucherinnen und Besucher können mit den Produzenten der handwerklich erzeugten, regionalen Lebensmittel ins Gespräch kommen und verschiedene Produkte verkosten. In den Filialen in Bremen, Stuttgart, München und Frankfurt/Main gehört auch Rohmilch in Vorzugsmilch zum Repertoire. Der BMV begrüßt, dass Manufactum brot & butter sich trotz größerer logistischer Herausforderungen in Bezug auf die Kühlung, die Mengenplanung und die Handhabung in den Läden für den Erhalt dieses naturbelassenen Lebensmittels einsetzt.

Die Teams der einzelnen Manufactum brot&butter Filialen setzen zudem einen geschmacklichen Schwerpunkt auf Milch und Milchprodukte. Neben den jeweiligen regionalen Produkten der einzelnen Direktvermarkter wie Milch, Joghurt und Quark gibt es Milchstuten und andere Köstlichkeiten zu probieren. Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie in Ihrem brot&butter Geschäft vorbei. die Landwirte der einzelnen Betriebe freuen sich auf anregende Gespräche mit Ihnen. Und bescheren Ihnen gerne gute Geschmackserlebnisse.

Vorzugsmilchhof Weidenhof in Wächtersbach engagiert sich für Direktvermarktung in höchster Qualität. Gemeinsam mit ihrem Mann Achim bewirtschaftet Claudia Müller nicht nur den Betrieb, sondern engagiert sich auch agrarpolitisch für eine zukunftsfähige regionale Landwirtschaft. Sie ist unter anderem Vorsitzende des BMV-Vorstandes. Sie beliefern seit Jahren die Manufactum brot&butter Filiale in Frankfurt.

Weitere Informationen erhalten Sie online unter www.manufactum.de

Empfindliche Personengruppen sollten wegen der Keimbelastung auf Roh- und Vorzugsmilch verzichten

Verbraucher können Milch mittlerweile nicht nur im Supermarkt kaufen. Milchtankstellen oder Milchausgabeautomaten auf dem Hof erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch Milch ist nicht gleich Milch. Anlässlich des Weltmilchtags am 1. Juni weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin auf die unterschiedlichen Angebotsformen und die damit verbundene Keimbelastung hin. Da Rohmilch nicht wie Konsummilch einer Wärmebehandlung unterzogen wird, werden krankheitsauslösende Keime nicht abgetötet und können bei empfindlichen Personengruppen schwere Erkrankungen auslösen. 

Als tierisches Lebensmittel kann Milch sogenannte Zoonoseerreger enthalten, die von der Kuh selbst stammen oder über den Melkprozess eingetragen werden. Zoonoseerreger wie Salmonellen, Campylobacter oder Listerien sind Keime, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden und bei diesem Erkrankungen auslösen können. Die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer kontrollieren daher Milch und Milchprodukte regelmäßig auf ihre Keimgehalte. Lebensmittelrechtlich wird bei Milch zwischen Rohmilch, Vorzugsmilch und Konsummilch unterschieden.

Rohmilch wird nicht über 40 °C erhitzt oder einer ähnlich wirkenden Behandlung unterzogen, die Bakterien abtötet. Rohmilch darf nur direkt im milcherzeugenden Betrieb, in dem sie gewonnen wurde mit dem gut sichtbaren Hinweis „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ an Verbraucher abgegeben werden („Milch ab Hof“).  Milchausgabeautomaten oder Milchtankstellen werden immer beliebter. Daher wurden bei den vom BVL koordinierten Programmen des Zoonosen-Monitorings und des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) Proben von Rohmilch auf krankmachende Keime untersucht.

Bis zu 4 % der Proben von  Rohmilch, die zur weiteren Bearbeitung bestimmt war, als auch der Rohmilch aus Milch-ab-Hof-Zapfautomaten waren mit den Krankheitserregern Campylobacter spp., Listeria monocytogenes und shigatoxin-/verotoxinbildenden Escherichia coli (STEC/VTEC) kontaminiert. Die Ergebnisse der Untersuchungen der „Milch ab Hof“ auf Hygieneindikatoren wie Escherichia coli und koagulasepositive Staphylokokken zeigten zudem, dass Rohmilch, die direkt an den Verbraucher abgegeben wird, nicht immer eine zufriedenstellende hygienische Qualität aufweist. Die Ergebnisse bestätigen, dass von Rohmilch ein Risiko für eine Infektion des Menschen mit Krankheitserregern ausgehen kann und Verbraucher Rohmilch deshalb grundsätzlich vor dem Verzehr erhitzen sollten. Dem BVL wurden im Jahr 2017 insgesamt 18 Krankheitsausbrüche gemeldet, die durch den Verzehr von nicht abgekochter Rohmilch verursacht wurden. Dabei erkrankten 221 Menschen an Campylobacter, weitere infizierten sich durch die verzehrte Rohmilch mit dem EHEC-Krankheitserreger und dem Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erreger (FSME-Virus).

Abgepackt darf Rohmilch nur als Vorzugsmilch an Verbraucher verkauft werden. Sie darf nur aus bestimmten, zuvor genehmigten und regelmäßig kontrollierten Milcherzeugungsbetrieben stammen. An den Tierbestand, den Betrieb sowie die Vorzugsmilch werden besondere rechtliche Anforderungen gestellt. Als besonders leicht verderbliches Lebensmittel ist Vorzugsmilch mit einem Verbrauchsdatum und dem Hinweis „Aufbewahren bei höchstens + 8 °C“ zu kennzeichnen. In Proben von Vorzugsmilch wurden in den genannten Überwachungsprogrammen keine krankmachenden Keime nachgewiesen, so dass die hohen hygienischen Anforderungen die Kontamination der Milch offenbar weitgehend vermeiden.

Konsummilch wird vor der Abgabe an Verbraucher grundsätzlich wärmebehandelt (z. B. durch Pasteurisation oder Ultrahocherhitzung), so dass vorhandene Krankheitserreger sicher abgetötet werden. Eine gesundheitliche Gefahr kann aber dann von Produkten ausgehen, bei deren Herstellung die Rohmilch nicht erhitzt wird, wie Rohmilchkäse. Dies zeigen auch  weitere Ergebnisse aus dem Zoonosen-Monitoring. Bis zu 1,6 % der Proben von Rohmilchkäse wurden positiv für Salmonella spp., STEC/VTEC und Listeria monocytogenes getestet. In einer Probe von Weichkäse/halbfestem Schnittkäse wurden so hohe Keimzahlen von Listeria monocytogenes nachgewiesen, dass sie eine potenzielle Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellten.

Salmonellen und Campylobacter sind häufig Auslöser von Magen-Darm-Erkrankungen beim Menschen. Infektionen mit Listeria monocytogenes treten im Vergleich dazu zwar insgesamt seltener auf. Sie können aber schwere Erkrankungen wie Hirnhautentzündungen auslösen und sogar zum Tode führen. Die Untersuchungsergebnisse unterstreichen daher die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung, dass empfindliche Verbrauchergruppen wie Kleinkinder, ältere und immunsupprimierte Menschen sowie Schwangere auf den Konsum von nicht wärmebehandelter Rohmilch und Rohmilchkäse verzichten sollten. Diese Empfehlung gilt auch für den Konsum von Vorzugsmilch, da Vorzugsmilch zum direkten Verzehr bestimmt ist und ein Vorkommen von pathogenen Keimen nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Die Behörden der Bundesländer untersuchen Milch auch auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und Umweltkontaminanten. Überschreitungen von geltenden Höchstgehalten sind dabei die Ausnahme. So wurden 2017 im Rahmen des Nationalen Rückstandskontrollplanes lediglich in zwei von 1.510 Proben der zulässige Höchstgehalt des entzündungshemmenden Wirkstoffs Diclofenac überschritten. Die übrigen Untersuchungen auf verbotene und nicht zugelassene Stoffe, sonstige Tierarzneimittel und Umweltkontaminanten waren unauffällig. Dies traf auch auf die Untersuchungen von Vollmilch und Rohmilch auf Glyphosat zu, die im Rahmen des Monitorings durchgeführt wurden. Keine der untersuchten Proben wies messbare Rückstände dieses Pflanzenschutzmittelwirkstoffs auf. Ebenso waren die Befunde in Bezug auf weitere organische Substanzen wie DDT/DDE, Hexachlorbenzol und Lindan unauffällig. Diese Stoffe werden zwar seit Jahren nicht mehr eingesetzt, verbleiben aber in der Umwelt und reichern sich aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit insbesondere in tierischen Lebensmitteln an.

Bundesweiter Überwachungsplan: www.bvl.bund.de/buep

Monitoring: www.bvl.bund.de/monitoring

Zoonosen-Monitoring: www.bvl.bund.de/zoonosenmonitoring

Berichte zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in Deutschland: www.bvl.bund.de/bela

Fragen und Antworten des Bundesinstituts für Risikobewertung zum Verzehr von Rohmilch: https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zum_verzehr_von_rohmilch-197200.html

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist eine eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das BVL ist für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit übernimmt es umfassende Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen Union. In der Rubrik „Lebensmittel im Blickpunkt“ stellt das BVL regelmäßig Informationen zu bestimmten Lebensmitteln zusammen.

Stellenangebot für unseren Lieferdienst

Weil wir immer mehr Nachfrage nach unseren selbst erzeugten Milchprodukten haben,  freuen wir uns über Verstärkung.

Aktuell suchen wir wegen Krankheitsvertretung und großer Nachfrage noch eine Fahrer*in für unseren Lieferdienst, der sich zutraut in Frankfurt und Umgebung unsere Produkte auszuliefern. Es geht um Dienstag und Donnerstag, andere Tage sind aber auch denkbar, weil wir noch eine weitere Tour planen.

Sie sollten gut Auto fahren können, keine Angst vor der großen Stadt haben und unsere Kisten heben können. Das Sie so nett und zuverlässig sind wie wir alle hier, versteht sich von selbst.

Falls Sie Lust haben in einem engagierten Team zu arbeiten oder weitere Infos brauchen, melden Sie sich gerne unter der Telefonnummer 06053-2822 bei Claudia Müller

Regionales Geschmacksfestival Kinzigal & Spessart

22. Mai bis 16. Juni 2019

Es ist wieder soweit! Landwirte, handwerkliche Verarbeiter, Köche und Dorfläden laden zum Regionalen Geschmacksfestival Kinzigtal & Spessart ein. Erfahren Sie in den nächsten Wochen mehr über die Herkunft und Erzeugung regionaler Produkte und genießen Sie den Frühling mit Spezialitäten aus der Region. Ein abwechslungsreiches Programm mit regionalen Gerichten aus den Küchen der Landgasthöfe, Verkostungen sowie Hofführungen und Festen erwartet Sie! Nähere Informationen finden Sie unter www.geschmacksfestival.de.

Das Geschmacksfestival ist eine gemeinsame Initiative des Main-Kinzig-Kreises, SPESSARTregional und des Kreisbauernverbandes Main-Kinzig.

„Ich möchte beschreiben, wie es uns Landwirtsfamilien im Moment geht und dabei einen Vergleich mit unserem Schulsystem und unseren Lehrern wagen. Landwirtschaft wird in der Gesellschaft sehr kritisch betrachtet. Wir werden als Grundwasserverschmutzer, als Tierquäler, als Ökosystemvernichter in den Medien dargestellt. Von allen Seiten werden Wünsche und Ansprüche an uns gestellt. Wir sollen weniger düngen, wir sollen weniger intensiv arbeiten, wir sollen unseren Tieren ein gutes Leben gewähren und wir sollen die Freizeit nicht stören. Am Samstag und Sonntag die Ernte vorbereiten und einfahren oder Fahrradwege benutzen ist nicht gerne gesehen. Die Landwirtschaft ist mit einer ganzen Reihe von Ansprüchen konfrontiert, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Genährt durch mediale Berichterstattung und ein großes Maß an Nichtwissen gerät sie ins Abseits und die Landwirtsfamilien fühlen sich permanent angegriffen. Schule und Lehrern geht es ähnlich. Der Anspruch der Eltern an die Schulbildung und die Lehrer wird immer größeüür, während die Verantwortung für viele grundlegende Voraussetzungen unserer Kinder, wie Lern fähigkeit, Respekt und soziale Kompetenz von vielen Eltern nicht mehr wahrgenommen wird. Die Defizite der Kinder soll die Schule ausgleichen, sie ist dafür verantwortlich, wenn es hinterher nicht klappt mit der Bildung. Die Gesellschaft macht es sich in weiten Teilen bequem und überträgt Verantwortung auf andere! Wobei es noch differenzierter ist, denn der eine Teil gibt, gefühlt alle Entscheidungen ab, und der andere Teil fordert umso mehr.

Wo ist die Parallele?

Die einen konsumieren zu billigsten Preisen Lebensmittel und die Verantwortung für deren Herstellung hört am Preisschild auf. Die anderen sind die bewussten Verbraucher, die sich Lebensmittel wünschen, die deren persönlichem Wohlgefühl entsprechen. Die Kühe auf der Weide, das Bienchen auf der Apfelblüte, der Feldrain mit extensivem Bewuchs, der Landwirt auf der Scholle mit braun gebranntem Gesicht und nicht zu großen technisehen Geräten.
Beides hat nichts, gar nichts mit der Realität und Machbarkeit zu tun. Höchste, verklärte Ansprüche und maximale Verantwortungslosigkeit führen dazu, dass Landwirtsfamilien weder Perspektiven noch Rückhalt in der Gesellschaft haben.
In der Schule ist es ähnlich. Die Verantwortung wird zu großen Teilen am Betreten des Schulhofes abgeben. Auf Lehrer übertragen, die Erziehung statt Bildung übernehmen müssen und die keinen Rückhalt bei den Eltern haben. Und dann gibt es die anderen, die für ihr Kind nur das Beste und Schönste möchten, die fordern und fördern mit dem Erfolg, dass wir Kinder in die wohlgepolsterte Hängematte legen, mit Ansprüchen an das Leben, die ebenfalls nichts mit der Realität zu tun haben.
Ich male extrem Schwarz-Weiß und vernachlässige die vielen vernünftigen und verantwortungsvollen Menschen, aus denen wir und die Lehrer unsere Bestätigung und Motivation ziehen. Die Politik und die Gesellschaft setzt zwei ihrer tragenden Säulen aufs Spiel – Bildung und Ernährung!

Wir wünschen ihnen schöne Osterfeiertage!“

Claudia Müller und das Team vom Weidenhof

 Wächtersbacher Heimatzeitung 08/2019